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Buchstabe S

Stephanus

Er wurde durch falsche Zeugen der Gotteslästerung bezichtigt und vom Hohen Rat der Juden zum Tode verurteilt. Wenige Jahre nach Jesu Kreuzigung wurde er gesteinigt.

Er gilt er als erster Märtyrer. Sein Todestag ist einer der besonders bekannten Tage im Heiligenkalender; es ist der 26. Dezember.

Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:

Johannes Stephanus
Petrus Epiphanias

Zusatzinformationen zu Stephanus:

Stephanus gehörte zu den ersten sieben ersten Diakonen, die schon in der Urgemeinde unter Aufsicht der 12 Jünger ausgewählt wurden. So berichtet es das biblische Buch Apostelgeschichte im Kapitel 6, Verse 1-7. Die Jünger wollten ihren Schwerpunkt auf Gebet und "Dienst des Wortes" (Verkündigung) legen; sie brauchten also Menschen für die Bereiche, die wir heute diakonische Bereiche nennen. In den Jahren zwischen 36 und 40 nach Christi Geburt (also ein bis drei Jahre nach Jesu Kreuzigung) wurde Stephanus gesteinigt.

 

Der Stephanustag in der evangelischen und katholischen Kirche

Am 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag) ist der Gedenktag des Heiligen Stephanus. Je nach Region ist er als Stephanstag (Stefanstag) , Stefani, Stefanitag (Stephanitag) oder Stephanustag bekannt.

Dieser Gedenktag verbreitete sich ab dem 5. Jahrhundert. Da man der Märtyrer schon mit Festtagen gedachte, bevor man die Geburt Jesu feierte, kann man sagen, der Stephanstag ist älter als das Weihnachtsfest. Im Jahr 813 bestimmte die Mainzer Synode den 25. Dezember als Fest der Geburt Jesu (Festum Nativitas Christi), da feierte man hier schon seit Jahrhunderten den Stephanstag.

In der katholischen Kirche ist der Stephanstag ein Hochfest, er prägt die Liturgie des zweiten Weihnachtsfeiertages. Seit 2012 gilt der Stephanustag in den deutschen katholischen Diözesen auch als "Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen".

In der evangelischen Kirche ist er als "Tag des Erzmärtyrers Stephanus" ein Gedenktag. Im Evangelischen Gottesdienstbuch (Agende für die Gottesdienste) findet man dafür Lesungen, Eingangspsalm, Tageslied und Tagesgebet. Die evangelische Agende mahnt auch:

"Das Gedächtnis des Erzmärtyrers Stephanus hat eine längere Tradition als das Weihnachtsfest. Es soll nicht völlig vom zweiten Weihnachtstag verdrängt werden, sondern nach Möglichkeit in einem Gottesdienst dieses Tages (eventuell am Abend) begangen werden."

Doch das Gedenken an Märtyrer und auch Heilige ist erst eine neuere Entwicklung, angestoßen durch die Liturgiereform der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Das hat kaum protestantische Tradition und am zweiten Weihnachtsfeiertag ist man dankbar, wenn wenigstens morgens einige Menschen in den Gottesdienst kommen. Da hat ein "Gottesdienst zum Tag des Erzmärtyrers Stephanus" die Rolle einer Stecknadel im Heuhaufen.

In der "Evangelischen Landeskirche in Württemberg" hat man ab dem Jahr 2007 den Stepanstag auf einen "Gebetstag für verfolgte Christen" ausgeweitet.

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