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Buchstabe E

Erbsünde

An der Wende vom 4. zum 5. Jahrhundert lebte der große Kirchenlehrer Augustinus. Er stellte die These auf, dass jeder Mensch als sündiger Mensch zur Welt komme und daher auf Jesus Christus angewiesen sei, da nur dieser ihn wieder mit Gott versöhnen könne. Sünde bedeutet, sich von Gott entfernen. Verantwortlich für diese quasi angeborene Gottesferne seien, so Augustinus, Adam und Eva, weil sie gegen Gottes ausdrückliches Verbot vom Baum der Erkenntnis einen Apfel aßen.

Wir Menschen haben den sündigen Zustand also geerbt, lehrt Augustinus. Seine Lehre ist umstritten, wurde aber auch durchaus von den Reformatoren wie Luther oder Calvin für die evangelische Kirche übernommen. Dies ist der Name für die Lehre von der angeborenen Gottesferne.

Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:

Jüngstes Gericht Theodizeefrage
Verleumdung Erbsünde

Zusatzinformationen zu Erbsünde:

Der Kirchenvater Augustinus lebte von 354-430. Vertreter seiner Lehre von der Erbsünde, die von vielen Theologen aber abgelehnt wird, führen Psalm 51,7 und Römer 5 als biblische Belege an. Psalm 51,7: „Siehe, ich bin als Sünder geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.“ Römer 5,12: „Wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“

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