katechismus21
Für Quiz ist der Text so formuliert, dass beim Vorlesen (ohne die Klammern) zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt.
Die bekannte lateinische Bezeichnung lautet Kollekte. Dies (Dankopfer) ist das deutsche Wort für die freiwilligen Gabe, die Spende, die während des Gottesdienstes eingesammelt wird.
Diese Bezeichnung (Dankopfer) für Kollekte drückt aus, dass die Gabe ein Opfer ist, aber gern gegeben wird, aus Dankbarkeit für die Frohe Botschaft, die man im Gottesdienst erfährt.
Ist die Antwort noch nicht gefunden, so stehen vier Begriffe zur Auswahl:
| Danksagung | Dankopfer |
| Almosen | Epistel |
Zusatzinformationen zu Dankopfer:
Kein Gottesdienst ohne Dankopfer
Von Naturalspende zur Geldspende
Wesensmerkmal des Christentums ist die Nächstenliebe; diese zeigt sich in doppelter Weise: in der Fürbitte und in der Tat. Daher gehört es seit jeher zu christlichen Gottesdiensten, dass für Notleidende nicht nur gebetet wird, sondern ihnen auch mit einem Dankopfer geholfen wird. Zu den Gottesdiensten des Urchristentums wurden von denen, die es sich leisten konnten, Lebensmittel mitgebracht. Von diesen Gaben nahm man Brot und Wein für das Agapemahl (gottesdienstliches Liebesmahl) und brachte davon auch den Bedürftigen, die nicht anwesend sein konnten.

Das gemeinsame Mahl selbst hatte also im frühen Christentum diakonische Funktion. Später wurde das Mahl reines „Herrenmahl“ (Eucharistie) und war nicht mehr zusätzlich „Sättigungsmahl“. Seit dem 9.Jahrhundert kennt man es, dass das Brot in Form von Oblaten gereicht wird. Das Mitbringen von Naturalien erübrigte sich durch den Wandel des Abendmahls. Man gab nun eine Geldspende. Diese wurde eingesammelt oder man brachte sie direkt zum „Opferstock“, der hinter dem Altar seinen Platz hatte. Diese Sammlung geschah zu Beginn des Mahls, während der Bereitung der Abendmahlselemente (Brot und Wein). Dazu sang der Chor einen Psalm, „Offertorium“ genannt.
Die Bezeichnung Dankopfer verbreitet sich in den protestantischen Kirchen erst seit einer Liturgiereform in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. Bei den Gläubigen in den Kirchengemeinden ist das noch nicht ganz angekommen. Man tut sich mit dem Begriff Dankopfer schwer, denn eigentlich ist den Protestanten der Opfergedanke fremd. Siehe auch die Diskussion um den Begriff Messopfer in der katholischen Kirche. Beachte die Diskussion: Gott braucht kein Opfer.