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Buchstabe S

Salbung

Früher wurde diese Handlung als besondere Form der Weihe an Personen oder Gegenständen vorgenommen. Diese wurden dadurch von Gott gestärkt und ihm unterstellt. Das geschah durch Einreiben von Gegenständen oder des Kopfes bzw. Leibes eines Menschen mit geweihtem Öl.

Propheten und Priester nahmen diese Handlung an Königen oder an Altären und anderen sakralen Gegenständen vor. Auch sie selbst waren auf diese Weise in ihr Amt eingesetzt worden.

Diese besondere Zeichenhandlung finden wir noch heute in manchen Gottesdiensten. In der katholischen Kirche ist sie fester Bestandteil des Taufritus.

Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:

Kreuzzeichen Weihe
Ordination Salbung

Zusatzinformationen zu Salbung:

Dem Täufling wird bei der Taufe Öl auf die Stirn bzw. auf die Brust gerieben. Die Bibel beschreibt z. B. die Salbung von Propheten (1 Könige 19,16), von Priestern (Exodus 30,30) und Königen (1 Sam 10,1; 16,1; 16,13).

Die Chrisamsalbung ist biblisch begründet. Das "Heilige Öl" des Alten Testaments hat folgende Zusammensetzung: 60 Tropfen Olivenöl, 6 Tropfen Myrrheöl, 6 Tropfen Kassiaöl, drei Tropfen Zimtöl, drei Tropfen Kalmusöl. So ist die Rezeptur im 2. Mose 30, 22-25 beschrieben.

In den katholischen Kirche aller Konfessionen wird das Chrisamöl bei der Spendung verschiedener Sakramente zur Salbung eingesetzt: Bei der Taufe, der Firmung, der Priesterweihe, der Weihe des Altars, der Konsekration (Einsetzung) des Kelches.

In der römisch-katholischen Kirche gebraucht man den Chrisam für die Salbung

Die Verwendung von Chrisam bei der Herrscherweihe (Salbung von Königen) ist im heutigen Katholizismus nicht mehr vorgesehen, gehört aber weiterhin zum Zeremoniell bei der Krönung britischer Monarchen.[1]

Bei der Krankensalbung sowie bei der Salbung der Katechumenen (während des auf die Taufe vorbereitenden Katechumenats oder unmittelbar vor der Taufe) wird zur Salbung kein Chrisam, sondern Krankenöl bzw. Katechumenenöl verwendet. Das Katechumenenöl (lat. Oleum salutis) kann auch für andere Salbungen verwendet werden.

 

Salbung und Protestantismus

In den protestantischen Kirchen, die sich als "Kirche des Wortes" verstehen, spielt die Salbung keine bedeutende Rolle. Die Reformatoren haben Salbungsrituale nicht abgeschafft; sie ist schlicht vernachlässigt worden. Wie auch viele symbolische Handlungen (siehe Selbstbekreuzigung oder niederknien) und liturgische Zeichenhandlungen, ist auch Salbung durch Worte ersetzt worden. Doch zunehmend wird die Bedeutung symbolische Handlungen wiederentdeckt. So ist die Salbung von Täuflingen eine mögliche (aber nicht wie in der katholischen Kirche agendarisch festgeschriebene) Zeichenhandlung und es bieten protestantische Kirchen auch Salbungsgottesdienste an.

 

Salbung in der evangelischen Kirche

Da sich die protestantischen Kirchen als "Kirche des Wortes" verstehen, spielte die Salbung als Segenshandlung lange Zeit keine bedeutende Rolle. Die Reformatoren haben Salbungsrituale aber nicht abgeschafft; sie sind in der Folgezeit nach der Reformation schlicht vernachlässigt worden. Wie auch viele symbolische Handlungen (siehe Selbstbekreuzigung oder das Niederknien) und liturgische Zeichenhandlungen, ist auch Salbung weitgehend durch Worte ersetzt worden. Doch zunehmend wird die Bedeutung symbolische Handlungen wiederentdeckt. So ist die Salbung von Täuflingen eine mögliche (aber nicht wie in der katholischen Kirche agendarisch festgeschriebene) Zeichenhandlung und es bieten protestantische Kirchen auch Salbungsgottesdienste an.

Da Zeichenhandlungen - und eine solche ist die Salbung - in den Kirchen der Reformation einen geringeren theologischen und liturgischen Stellenwert haben, sind Salbungen in der evangelischen Kirche wenig verbreitet. Doch die Salbung wird als mögliche symbolische Handlung anerkannt, es gibt hier Salbungsgottesdienste und auch die Salbung von Täuflingen findet man, vereinzelt nur, da sie nicht zur fest zur Taufliturgie gehört. Doch auch in Gemeinden, in denen Salbungen Praxis sind, unterscheidet man nicht zwischen Ölen für unterschiedliche Anlässe. Man nutzt in der Regel Olivenöl; ein geweihtes Chrisamöl kennt man hier nicht.

Salbung König

Wenn sich der Monarch auf diesen Stuhl gesetzt hat, wird ein Baldachin für die Dauer der Salbung von vier Rittern des Hosenbandordens über seinen Kopf gehalten. Dieser Teil der Krönung gilt als so heilig, dass er 1953 nicht im Fernsehen übertragen wurde. Der Dekan von Westminster gießt geweihtes Öl aus einer Ampulle/Phiole in Form eines Adlers in einen Löffel; der Erzbischof von Canterbury salbt den Monarchen danach an den Händen, an der Brust und am Kopf. Der fein gearbeitete Löffel, mit dem das Öl ausgegossen wird, ist der einzige Teil der mittelalterlichen Kronjuwelen, der das Commonwealth of England überlebt hat. Der Erzbischof beendet die Zeremonie mit einem Segensspruch.

Salböl « » Salomo