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Buchstabe K

Klingelbeutel

Zur Nächstenliebe gehören Fürbittgebete und gute Taten gleichermaßen. Seit jeher sind daher die Fürbitten und die Kollekte, also das Einsammeln von Geld für wohltätige Zwecke, unverzichtbare Teile der christlichen Gottesdienste.

Die Kollekte wird traditionell mit einem Säckchen eingesammelt. An diesen Säckchen (Beuteln) hängen oftmals kleine Glöckchen. Diese haben den Zweck, dass die Gottesdienstbesucher hören, dass der Sammelbeutel naht. Die Glöckchen gehören vielerorts der Vergangenheit an, doch sie sind der Grund, dass die Säckchen, mit denen kollektiert wird, diesen Namen tragen.

Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:

Glocken Mammon
Monstranz Klingelbeutel

Zusatzinformationen zu Klingelbeutel:

Der Klingelbeutel klingelt
Der digitale Klingelbeutel
Der Opferstock

Der traditionelle Klingelbeutel

Der traditiolle Klingelbeutel - Sammelsäckchen mit Glöckchen

Traditioneller Klingelbeutel mit einem Glöckchen,
denen er seinen Namen zu verdanken hat.

In der frühen Christenheit brachte man Naturalien und nicht Geld als Spende zum Gottesdienst. Die Eucharistie war gleichzeitig Sättigungsmahl und so spendeten die Wohlhabenden das Brot und den Wein und andere Naturalgaben. Ein Teil davon wurde beim Agapemahl verzehrt, ein anderer Teil wurde den Bedürftigen überlassen. Doch schon früh wurde die Eucharistie zum reinen Herrenmahl und als ab dem 6. Jahrhundert das Brot zunehmend in Form von Oblaten gereicht wurde, wandelte sich das Dankopfer zur Geldspende. Ein Behältnis zum Sammeln der Kollekte wurde gebraucht; der Klingelbeutel wurde erfunden.

 

Der digitale Klingelbeutel

Der digitale Klingelbeutel

Der digitale Klingelbeutel ermöglicht kontaktloses Spenden

Im Jahr 2018 wurde der digitale Klingelbeutel erfunden. Die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sicherte sich das Patent. Die digitale Ausgabe ähnelt dem traditionellen Klingelbeutel und so kann man auch Bargeld einwerfen. Doch der Ring, an dem der Beutel befestigt ist, birgt eine digitale Technik, die neben der Barspende auch die digitale Spende ermöglicht. Das Dankopfer kann also per Kreditkarte oder EC-Karte abgegeben werden. Der digitale Klingelbeutel wurde zunächst nur von einigen wenigen Kirchengemeinden genutzt; doch im Jahr 2020 zeigten aufgrund der Corona-Pandemie mehr Kirchengemeinden Interesse an bargeldlosem und kontaktlosem und Spenden. Die digital abgegebene Kollekte muss weder gezählt noch zur Bank gebracht werden: Die gespendeten Beträge werden direkt von den Konten der Spender*innen abgebucht und dem Finanzinstitut der Gemeinde gemeldet.

 

Der Opferstock

Kollektenkasten für das Dankopfer

Der Klingelbeutel macht nur für das Sammeln des Dankopfers im Verlauf des Gottesdienstes Sinn. Für die Kollekte am Ausgang dient meist ein Sammelkörbchen. Zusätzlich findet man in vielen Kirchen einen Opferstock. Das ist ein Kasten zur Aufnahme von Geldspenden. Der Verwendungszweck dieser Spenden ist aber in der Regel nicht mit dem Zweck der gottesdienstlichen Kollekte identisch; im Gottesdienst und der Heiligen Messe wird traditionell für soziale, diakonische Zwecke gesammelt, während die Geldspenden des Opferstocks meist für längerfristig angelegte Projekte der Gemeinde (Gebäuderenovierung / Ausgestaltung der Kirche / Orgelbau und Orgelrenovierung) bestimmt sind.

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