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Buchstabe M

Myrrhe

 

Dies ist ein kostbares, wohlriechendes und in der Bibel häufig erwähntes Harz. Aus einem gleichnamigen Strauch, der in den südlichen arabischen Ländern vorkommt, wird es gewonnen. Es wurde Parfüm und dem heiligen Salböl beigemischt. Es diente als Gewürz sowie als betäubender Zusatz zum Wein. Diese Kostbarkeit wird unter den Gaben genannt, die die Weisen aus dem Morgenland Jesus zum Geschenk machten.

Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:

Balsam Weihwasser
Chrisam Myrrhe

Zusatzinformationen zu Myrrhe:

Myrrhe wird ähnlich wie Weihrauch als Räucherwerk verbrannt.

Der Evangelist Markus berichtet, dass man Jesus vor der Kreuzigung mit Myrrhe versetzten Wein anbot. Noch heute gibt es Myrrhe; sie ist nun aber eine Mischung aus verschiedenen Harzen und Ölen. Sie ist nicht mehr identisch mit der biblischen Myrrhe. Sie schmeckt bitter und ist Bestandteil von Zahnpasta und Mundwassern.

Myrrhe (veraltet Myrre von althochdeutsch myrra, mittelhochdeutsch mirre, wie lateinisch mirra[1][2] von griechisch myrrha, entlehnt von der semitischen Sprachwurzel m-r-r, hierzu arabisch murrhebräisch  מֹר  mōraramäisch  ܡܪܝܪܐ  mriro „bitter“) oder Myrrhenharz ist das aromatische Gummiharz von mehreren Arten der Gattung Commiphora („Myrrhenstrauch“) aus der Familie der Balsambaumgewächse, in erster Linie Commiphora myrrha (Synonyme: Commiphora molmol, früher auch Balsamea myrrha Engl.). Dieser bis zu drei Meter hohe, dornige Strauch wächst in Somalia. Andere Myrrhe produzierende Arten gedeihen in Südarabien (darunter Commiphora simplicifolia Schweinf., C. foliacea Sprague) und Äthiopien (Commiphora habessinica (O.Berg) Engl., C. hildebrandtii Engl.).

Auch der Myrrhenstrauch (Commiphora myrrha) oder der Weihrauchbaum (Boswellia sacra) gehört zu den Balsambaumgewächsen. – Sie sind nicht zu verwechseln mit der Gattung Balsambäume (Myroxylon) aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Im Alten Testament findet sich eine Beschreibung für die Herstellung von Salböl: „Nimm dir Balsam von bester Sorte: fünfhundert Schekel erstarrte Tropfenmyrrhe, halb so viel, also zweihundertfünfzig Schekel, wohlriechenden Zimt, zweihundertfünfzig Schekel Gewürzrohr und fünfhundert Schekel Zimtnelken (Zimtblüten), nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl, und mach daraus ein heiliges Salböl […]“ (Ex 30,23–25 EU). Myrrhe war Bestandteil des Salböls, mit dem die Stiftshütte und die Priester im Tempel gesalbt wurden.

Das Neue Testament berichtet, dass die „Weisen aus dem Morgenland“ (griechisch μάγοιmágoi) als Gaben GoldWeihrauch und Myrrhe mitgeführt hätten (Mt 2,11 EU). Diese achtungsbezeugenden Gaben waren seinerzeit sehr wertvoll. Bei der Grablegung Jesu spendete der Pharisäer Nikodemus hundert Pfund Aloe und Myrrhe (Joh 19,39 EU). Auch beim Tod Jesu spielt Myrrhe eine Rolle. Von den Evangelienschreibern erzählt nur Markus, dass Jesus am Kreuz mit Myrrhe gemischter Wein angeboten wurde (Mk 15,23 EU), den er aber ablehnte.

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