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Buchstabe A

Aussatz

Zu biblischen Zeiten war dies eine Sammelbezeichnung für verschiedene Hautkrankheiten, zu denen als bekannteste die Lepra gehörte.

Menschen mit dieser Krankheit wurden aus der Gemeinschaft ausgestoßen – wegen der Ansteckungsgefahr und aus religiösen Gründen, denn sie galten als unrein vor Gott. Jesus näherte sich diesen Kranken und heilte sie.

Seit dem frühen Mittelalter ist dieser Begriff für die Krankheit gleichbedeutend mit Lepra. Er verdeutlicht, dass die Menschen ausgegrenzt wurden.

Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:

Fluch Exorzismus
Aussatz Fatima

Zusatzinformation zu Aussatz / Lepra:

Der Aussatz, die Krankheit Lepra, entwickelt sich über Flecken und Knötchen auf der Haut bis zur Verstümmelung der Glieder. Nur Priester konnten zur Zeit Jesu die Ausgrenzung aufheben, indem sie bestätigten, dass ein Mensch geheilt war. Es gab keine medizinische Behandlung. Lepra gehört zu den ältesten Infektionskrankheiten der Welt. Sie war im Mittelalter auch in Europa verbreitet.

Die medizinische Behandlung der Lepra-Erkrankung

1874 entdeckte der norwegische Arzt Gerhard Armauer Hansen den Leprabazillus. Mit den Medikamenten gegen den Leprabazillus konnte diese Krankheit eingedämmt werden; so tritt sie heute fast ausschließlich in tropischen und subtropischen Ländern auf (Südliches Asien, südliches Afrika, Lateinamerika). Besonders verbreitet ist sie noch in Indien, von woher sie sich ursprünglich ausbreitete.

Eine Schutzimpfung gegen Lepra gibt es nicht; denn dafür müsste der Leprabazillus im Labor gezüchtet werden, was bisher nicht gelang. Wirksam gegen die Ausbreitung der Lepra ist die Verbesserung der hygienischen Bedingungen.

 

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