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Im Mittelalter wuchs der Heiligenkult. Von etlichen Heiligen sagte man, dass sie die besondere Gabe hätten, sich bei Gott für andere Menschen einzusetzen. So entwickelte sich eine Liste von vierzehn besonderen Heiligen (den sogenannten Nothelfern bzw. Schutzpatronen), die man bei speziellen Nöten um Fürbitte bei Gott bat und noch bittet.
Dies (Nothelfer) ist der Sammelbegriff für die vierzehn Heiligengestalten, von denen jede für ein bestimmtes Leid, für eine Not oder Krankheit zuständig ist.
Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen (ohne den Text in Klammern) zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:
| 14 Nothelfer | Samariter |
| Namenspatron | Schutzengel |
Zusatzinformationen zu 14 Nothelfer:
Die Schutzpatrone sind Heilige (13 davon starben als Märtyrer; nur Ägidius nicht), die vor dem siebten Jahrhundert lebten. Regional kann die Liste variieren; da wurden Schutzpatrone ausgetauscht, wobei die Zahl vierzehn und die Proportion von elf Männern und drei Frauen stets beibehalten wurde.
↓ Die Nothelfer: Bilder, Gedenktage & Fähigkeiten
↓ Warum werden den Schutzpatronen Kräfte zugesprochen
Dies ist die allgemein verbreitete und allgemein anerkannte Liste der Nothelfer, die sich um 1400 herausbildete und verfestigte:
Ägidius
Barbara
Blasius
Catharina (Katharina)
Christophorus
Cyriacus
Dionysius
Erasmus
Eustachius
Georg
Margarete
Pantaleon
Vitus
ACHATIUS VON BYZANZ

ÄGIDIUS

BARBARA VON NICODEMIEN

BLASIUS VON SEBASTE

KATHARINA (CATHARINA) VON ALEXANDRIEN

CHRISTOHORUS

CYRIANUS

DIONYSIUS VON PARIS

ERASMUS VON ANTIOCHIA

EUSTACHIUS

GEORG

MARGARETA VON ANTIOCHIA

PANTALEON

VEIT (VITUS)

Die obigen Abbildungen der 14 Nothelfer sind Ausschnitte aus einem Gemälde, das in der Pfarrkirche St. Margaretha in Bruttig-Fankel (Rheinland-Pfalz) zu sehen ist. Die Jahresangaben des Todes der Nothelfer sind "Circa-Angaben", da sich das genaue Todesdatum zumeist nicht mehr bestimmen lässt.

Zufällig oder willkürlich ist es nicht, welche Fähigkeiten des Schutzes und der Heilung den jeweiligen Heiligen zugesprochen wurden. Zumeist sind es Ereignisse aus ihrem Leben oder der Legendenerzählungen aufgrund dessen man annahm, dass der Heilige auf diesem Gebiet besondere Fähigkeiten hat. Aber es gab auch Berichte über Spontanheilungen, nachdem ein Heiliger angerufen wurde - so verfestigte sich der Glaube an die Wirkung seiner Hilfe. Hier sind einige Beispiele für den Grund ihrer Berufung:
Achatius leugnete seinen Glauben selbst unter stärkster Folterung nicht und wurde schließlich enthauptet - also ist er der Helfer in Todesangst.
Ägidius wurde der Legende nach von einer Hirschkuh gesäugt - also steht er den stillenden Müttern bei.
Barbaras Vater enthauptete seine Tochter und wurde dann vom Blitz erschlagen - also bietet sie Beistand bei Blitzen und Feuer.
Blasius entfernte in einem römischen Gefängnis einem Mithäftling eine Fischgräte an der er fast erstickt wäre - also ist er Schutzpatron bei Halsleiden.
Christophorus, der Riese, trug Jesus durch einen Fluss - also ist er Schutzheiliger der Reisenden.
Dionysius richtete sich auf, nachdem er geköpft wurde, und trug seinen Kopf auf Händen - also ist er Helfer bei Kopfschmerzen.
Georg ist der Drachentöter - wer könnte besser kleine Haustiere beschützen.
Pantaleons Name bedeutet zu deutsch "Alles Erbarmender" auch "Heilender" - also ist er Patron der Ärzte und Hebammen.
Abbildungen: Alle Abbildungen sind Ausschnitte aus einem Gemälde in der Pfarrkirche St. Margaretha in Bruttig-Fankel - bearbeitet von ©katechismus21.de.