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Buchstabe F

Fastentuch

Sie waren bis ins späte Mittelalter in unseren Kirchen üblich. Bilder biblischer Geschichten waren auf ihnen aneinandergereiht. Während der Passionszeit, also der vorösterlichen Fastenzeit, wurde ein solches Tuch so aufgehängt, dass es den gesamten Altarraum verdeckte. Die Gläubigen konnten also den Altar nicht sehen und nicht zum Abendmahl gehen.

Diese Tücher waren in Vergessenheit geraten. Seit einiger Zeit gibt es sie in ähnlicher Weise wieder. Sie hängen nun zwar nicht vor dem Altar, sondern an der Wand und regen hier während der Passionszeit zur Besinnung an. Sie sind von Künstlern in Entwicklungsländern gestaltet, um mit ihrem Verkauf Hilfsprojekte in den ärmsten Ländern der Welt zu unterstützen. Ein anderer Name ist Hungertuch.

Für Religionsquiz ist der obige Text so formuliert, dass beim Vorlesen zunehmend deutlich wird, um welchen Begriff es sich handelt. Wurde die Antwort noch nicht gefunden, so stehen Begriffe zur Auswahl:

Altartuch Fastentuch
Talar Ambo

Zusatzinformationen zu Fastentuch:

Am Abend vor Gründonnerstag wurde früher das Tuch herabgelassen. Die Trennung der Menschen vom Altar und der Verzicht auf die Eucharistie sollte eine Art Fasten sein – ein seelisches Fasten. Es verdeutlichte den Menschen, dass sie sich von Gott entfernt hatten und erst der Opfertod Jesu am Kreuz sie wieder mit Gott versöhnte.

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